Auf einer der umfassendsten Wohnbauprojekte in Berlin, den Marienhöfen, verantwortet Wastebox die digitale Steuerung der Entsorgungsprozesse. Seit Oktober 2025 wurden im Rahmen dieses Vorhabens Abfälle in etwa 200 Einzelvorgängen digital abgewickelt. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine effiziente und transparente Handhabung der Baustellenentsorgung.
Die Infrastruktur auf der Baustelle umfasst elf Wertstoffhöfe, die eine konsequente Trennung der Materialien gewährleisten. Während Spitzenphasen des Bauprozesses sind bis zu 88 Mulden simultan im Einsatz. Ein zentraler Aspekt des Systems ist die Möglichkeit, Verwertungsquoten für jedes einzelne Gebäude separat auszuweisen. Dies schafft Vergleichbarkeit zwischen den Ergebnissen verschiedener Bauabschnitte.
Prozessoptimierung und Transparenz
Die Plattform wastebox.biz integriert Bestellung, Disposition, Abholung, Dokumentation und Abrechnung in einem durchgängigen digitalen Ablauf. Dadurch stehen relevante Dokumente wie Wiegescheine, Verwertungsquoten und Verbleibserklärungen zentral zur Verfügung. Ein tagesaktuelles Dashboard liefert zudem detaillierte Daten zu Mengen, Kosten und Verwertung, was den Projektverantwortlichen eine präzise Steuerung der Entsorgung ermöglicht.
Für die operative Umsetzung der Entsorgung vor Ort kooperiert Wastebox mit der Container-Transport-Service Torsten Lackert GmbH. Dieses Unternehmen ist seit über 30 Jahren im Berliner Raum tätig und gewährleistet die fachgerechte und zuverlässige Entsorgung.
Gebäudegenaue Dokumentation für über 900 Wohneinheiten
Mit annähernd 900 Wohneinheiten zählen die Marienhöfe zu den bedeutenden Wohnbauprojekten Berlins. Die gebäudebezogene Erfassung der Entsorgungsdaten erlaubt es, Materialmengen und Verwertungsquoten spezifischen Bauabschnitten zuzuweisen. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Nachverfolgung der Entwicklung bereits während der Bauphase. Somit sind Entsorgungs- und Verwertungsdaten nicht erst nach Projektende, sondern fortlaufend für Dokumentation, Reporting und Nachhaltigkeitsnachweise verfügbar.
Stephan Lißner, Leiter Projektmanagement bei Goldbeck, äußerte, dass Ressourceneffizienz für sie im systematisierten Ansatz des Bauens beginne, wobei schlanke und vorgefertigte Elemente einen effizienten Materialeinsatz ermöglichten. Er betonte, dass die digitale Abwicklung bei den Marienhöfen zusätzlich dabei helfe, Mengen, Kosten und Verwertung jederzeit im Blick zu behalten und den administrativen Aufwand zu reduzieren. Hans Roth, Gründer von Saubermacher, ergänzte, dass Kreislaufwirtschaft belastbare Daten erfordere. Nur durch nachvollziehbar dokumentierte Materialströme und Verwertungswege könnten Ressourcen gezielt im Kreislauf geführt und Verwertungsleistungen nachgewiesen werden.













