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Marktanalyse··2 min

Deutscher Logistikimmobilienmarkt: Erholung durch großflächige Anmietungen und neue Nachfrageimpulse

Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt verzeichnete im dritten Quartal 2026 einen deutlichen Erholungskurs, getragen von großflächigen Anmietungen und einem verstärkten Engagement asiatischer Unternehmen sowie des verteidigungsnahen Umfelds.

KI-generiertDeutscher Logistikimmobilienmarkt: Erholung durch großflächige Anmietungen und neue Nachfrageimpulse – KI-generiertes Symbolbild
Deutscher Logistikimmobilienmarkt: Erholung durch großflächige Anmietungen und neue Nachfrageimpulse. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Der deutsche Industrie- und Logistikimmobilienmarkt setzte seinen Erholungskurs im dritten Quartal 2026 fort. Der Flächenumsatz erreichte in diesem Zeitraum rund 5,2 Millionen Quadratmeter, was einer Steigerung von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis entspricht. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung war die Wiederkehr großflächiger Anmietungen ab 10.000 Quadratmetern, die etwa 22 Prozent des gesamten Flächenumsatzes ausmachten.

Besonders hervorzuheben ist die Aktivität des Bekleidungsmanagements der Bundeswehr, das mehrere Logistikflächen von jeweils über 30.000 Quadratmetern anmietete. Zusätzlich prägten die Anmietungen des asiatischen E-Commerce-Logistikunternehmens Goodcang den Markt, welches an drei Standorten insgesamt knapp 87.000 Quadratmeter Logistikfläche sicherte. Der Anteil asiatischer Unternehmen am Flächenumsatz stieg im dritten Quartal auf 15 Prozent, ein Wert, der signifikant über dem des Vorjahres liegt.

Christian Kah, Head of Industrial & Logistics Germany bei Colliers, unterstreicht die Relevanz Deutschlands innerhalb des europäischen Logistiknetzwerks. Er führt aus, dass vor dem Hintergrund geopolitischer Entwicklungen und der Notwendigkeit resilienter Lieferketten die Bedeutung des deutschen Marktes weiter zunimmt. Er beobachtet zudem neue Nachfrageimpulse, insbesondere aus Asien und dem E-Commerce-Sektor, sowie eine konkretisierende Nachfrage aus dem verteidigungsnahen Umfeld, die bereits zu großflächigen Anmietungen führte. Für die kommenden Quartale wird eine weitere Marktbelebung erwartet.

Regionale Entwicklungen der Top-8-Märkte

Die Top-8-Logistikregionen erzielten zum Ende des dritten Quartals einen Flächenumsatz von insgesamt 2,0 Millionen Quadratmetern, was einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit erreichte der Flächenumsatz erstmals seit Beginn der Marktabschwächung im Jahr 2023 wieder das Niveau des Fünfjahresdurchschnitts. Die Nachfrage konzentrierte sich vorrangig auf das klein- bis mittelgroßflächige Segment, wobei die Erholungsdynamik regional unterschiedlich ausfiel.

Frankfurt führte das Ranking mit 426.600 Quadratmetern an, eine Steigerung von 22 Prozent zum Vorjahr, bedingt durch eine erhöhte Nachfrage nach Flächen ab 10.000 Quadratmetern, vor allem durch E-Commerce-Unternehmen. Köln folgte mit 292.000 Quadratmetern und verdoppelte sein Vorjahresergebnis, maßgeblich beeinflusst durch asiatische Nutzer, die 38 Prozent des Flächenumsatzes ausmachten. Hamburg verzeichnete 274.900 Quadratmeter, Berlin 251.600 Quadratmeter und Düsseldorf 244.900 Quadratmeter. Die Standorte Leipzig (180.400 Quadratmeter), Stuttgart (168.200 Quadratmeter) und München (131.500 Quadratmeter) lagen unter der Marke von 200.000 Quadratmetern, zeigten jedoch eine starke Nachfrage im kleineren und mittleren Flächensegment.

Die traditionellen Nutzerschwerpunkte der Regionen bleiben bestehen. Während Märkte wie Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Berlin von neuen Marktteilnehmern im Handel und E-Commerce profitieren, sind süddeutsche Regionen stärker mit dem produzierenden Gewerbe verbunden und damit von einer verhalteneren Industrienachfrage beeinflusst. Neue Verflechtungen entstehen zudem zwischen etablierten Industrieclustern und Wachstumsbranchen wie Defence und Robotics, deren Nachfrage sich aufgrund knappen Flächenangebots zunehmend auf Bestandsobjekte konzentriert. Der Anteil asiatischer Nutzer in den Top-8-Märkten lag bei 15 Prozent, mit Schwerpunkten in Köln (38 Prozent), Berlin (26 Prozent) und Düsseldorf (25 Prozent).

Mietmarktentwicklung und Ausblick

Das moderate Mietwachstum im Jahresvergleich maskiert eine zunehmende Dynamik auf Quartalsebene. Nach einer Phase weitgehend stagnierender Mietniveaus ist eine Belebung auf dem Mietmarkt festzustellen.

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