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Marktanalyse··3 min

Deutscher Kaufmarkt weiterhin preisstabil, Finanzierungskosten beeinflussen Nachfrage

Trotz gestiegener Baufinanzierungszinsen verzeichnet der deutsche Kaufmarkt im dritten Quartal 2026 eine leichte Preissteigerung, während die Nachfrage in Metropolen stagniert und sich zum Mietmarkt verschiebt.

KI-generiertDeutscher Kaufmarkt weiterhin preisstabil, Finanzierungskosten beeinflussen Nachfrage – KI-generiertes Symbolbild
Deutscher Kaufmarkt weiterhin preisstabil, Finanzierungskosten beeinflussen Nachfrage. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Der deutsche Kaufmarkt für Immobilien präsentierte sich im dritten Quartal 2026 stabil, obgleich gestiegene Finanzierungskosten registriert wurden. Laut dem ImmoScout24 WohnBarometer stiegen die Angebotspreise bundesweit erneut moderat. Parallel dazu beeinflussten Baufinanzierungszinsen von rund 4,3 Prozent die Kaufinteressenten maßgeblich, was zu einer Reduktion der Nachfrage nach Kaufimmobilien in den Metropolregionen im Vergleich zum Vorquartal führte. Gleichzeitig nahm das Interesse am Mietmarkt zu.

Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, stellte fest, dass die höheren Finanzierungskosten eine spürbare Nachfrageverschiebung bewirken. Sie erläuterte, dass Kaufinteressenten insbesondere in den Metropolen wieder verstärkt den Mietmarkt in Betracht ziehen. Angesichts der bundesweit leicht steigenden Angebotspreise betonte sie die Bedeutung einer präzisen regionalen Analyse und einer realistischen Bewertung der eigenen Finanzierungsmöglichkeiten für Kaufinteressierte.

Nachfragedynamik und Preisentwicklung im Detail

Im dritten Quartal 2026 zeigte sich die Nachfrage nach Kaufobjekten verhaltener als im vorherigen Quartal. In den acht deutschen Metropolen lag die Nachfrage neun Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals. Im Umland dieser Städte betrug der Rückgang acht Prozent. Kreisfreie Städte verzeichneten einen Unterschied von sechs Prozent, während der ländliche Raum eine Reduktion um zwei Prozent aufwies. Trotz dieser Entwicklungen blieb die Nachfrage in allen Regionsklassen über dem Niveau des dritten Quartals 2023. Zeitgleich gewann der Mietmarkt an Attraktivität, was sich in einer Zunahme der Mietanfragen um zwölf Prozent zwischen Mai und September widerspiegelt, während die Kaufanfragen um sieben Prozent sanken.

Die Bestandspreise zeigten eine uneinheitliche Entwicklung. Bundesweit stiegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen im dritten Quartal 2026 um 0,3 Prozent auf durchschnittlich 2.653 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von 4,1 Prozent. Bei Bestandshäusern erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent auf 2.955 Euro pro Quadratmeter und lagen 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. In den Metropolen präsentierte sich das Bild differenzierter: Während im zweiten Quartal noch alle acht Städte Preisanstiege verzeichneten, sanken die Preise für Bestandswohnungen im dritten Quartal in fünf Metropolen.

  • —Berlin und Hamburg verzeichneten mit jeweils -1,5 Prozent die stärksten Preisrückgänge.
  • —Frankfurt am Main folgte mit einem Rückgang von -1,0 Prozent.
  • —München und Stuttgart zeigten einen Rückgang von jeweils -0,4 Prozent.
  • —Im Gegensatz dazu stiegen die Preise in Düsseldorf um +1,0 Prozent, Leipzig um +0,7 Prozent und Köln um +0,3 Prozent.

Im Jahresvergleich lagen die Preise für Bestandswohnungen in sieben der acht Metropolen über dem Vorjahresniveau. München behauptete mit 8.309 Euro pro Quadratmeter seine Position als teuerste Metropole, gefolgt von Frankfurt am Main mit 5.385 Euro. Leipzig wies mit 3.074 Euro das niedrigste Preisniveau unter den Metropolen auf.

Neubausegment mit heterogener Entwicklung in Metropolen

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen stiegen bundesweit im dritten Quartal 2026 um 0,7 Prozent auf 4.196 Euro pro Quadratmeter. Dies entspricht einer Steigerung von 2,5 Prozent im Jahresvergleich. Auch Neubauhäuser verteuerten sich um 0,6 Prozent auf 3.975 Euro pro Quadratmeter und lagen 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. In den Metropolen zeigte sich bei Neubauwohnungen eine gespaltene Entwicklung: In vier Städten stiegen die Preise, während sie in vier weiteren Städten leicht zurückgingen. Frankfurt am Main und Köln verzeichneten mit jeweils +1,0 Prozent die stärksten Zuwächse, gefolgt von Stuttgart mit +0,9 Prozent und Düsseldorf mit +0,5 Prozent. Leichte Rückgänge wurden in Hamburg mit -1,0 Prozent, Berlin und Leipzig mit jeweils -0,6 Prozent sowie in München mit -0,4 Prozent registriert. Im Jahresvergleich lagen die Neubaupreise in allen acht Metropolen über dem Vorjahresniveau. München blieb mit 10.541 Euro pro Quadratmeter die teuerste Metropole, während Leipzig mit 4.734 Euro das günstigste Preisniveau aufwies.

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