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Marktanalyse··3 min

Deutsche Innenstädte verzeichnen Attraktivitätszuwachs: Eine Analyse der CIMA Deutschlandstudie

Eine aktuelle Deutschlandstudie der CIMA Beratung + Management GmbH offenbart eine signifikante Steigerung der Attraktivität deutscher Innenstädte, jedoch mit deutlichem Handlungsbedarf bei Leerständen und Kooperation.

KI-generiertDeutsche Innenstädte verzeichnen Attraktivitätszuwachs: Eine Analyse der CIMA Deutschlandstudie – KI-generiertes Symbolbild
Deutsche Innenstädte verzeichnen Attraktivitätszuwachs: Eine Analyse der CIMA Deutschlandstudie. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die deutschen Innenstädte haben in den letzten Jahren eine merkliche Zunahme ihrer Attraktivität erfahren. Dies ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27, die von der CIMA Beratung + Management GmbH durchgeführt wurde. Für diese umfassende Studie wurden im Mai und Juni 2026 über 5000 Bundesbürger befragt, um repräsentative Daten zur Wahrnehmung und Nutzung urbaner Zentren zu erheben. Die Ergebnisse zeigen, dass 83,3 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihre jeweilige Innenstadt künftig mindestens in gleichem Maße wie bisher zu besuchen. Dieser Wert stellt das beste Ergebnis der letzten sechs Jahre dar und unterstreicht eine positive Entwicklung in der Nutzungsintensität.

Trotz dieser positiven Entwicklung mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) zur Vorsicht und betont die Notwendigkeit eines entschiedenen Vorgehens gegen Leerstände im Einzelhandel. Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) verweist zusätzlich auf das erhebliche Potenzial, das in einer verstärkten und verbesserten Kooperation aller lokalen Akteure liegt. Roland Wölfel, Studienautor und Geschäftsführer von CIMA, äußerte, dass Deutschlands Innenstädte wieder an Bindung gewinnen. Er interpretierte dies als Beleg dafür, dass die zahlreichen Initiativen, Investitionen und Entwicklungsprogramme der vergangenen Jahre zunehmend positive Effekte zeigen.

Bedeutung des Einzelhandels und Handlungsfelder

Für lebendige Stadtzentren ist demnach ein ausgewogener Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlichen Einrichtungen von entscheidender Bedeutung. Die Studie hebt hervor, dass der Einkauf mit großem Abstand den wichtigsten Besuchsgrund darstellt: Nahezu zwei Drittel der Befragten kommen primär zum Einkaufen, während 46 Prozent zum Bummeln und 45 Prozent für Gastronomieangebote die Innenstädte frequentieren. Alexander von Preen, Präsident des HDE, betonte in diesem Zusammenhang die enge Verknüpfung zwischen einem vitalen Einzelhandel und der Lebensqualität von Innenstädten. Er stellte fest, dass eine mangelnde Pflege des lokalen Einzelhandels zum Scheitern einer Innenstadt führen wird.

Angesichts dieser zentralen Rolle des Einzelhandels in attraktiven Stadtzentren wird die Politik auf allen Ebenen dazu aufgerufen, dringend an den Rahmenbedingungen zu arbeiten. Eine konsequente Bekämpfung von Leerständen, insbesondere durch eine Gründungsoffensive mit entsprechenden Fördermitteln für den Einzelhandel, wird als essenziell erachtet. Weniger Leerstände korrelieren laut HDE mit einem verbesserten Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, was die Stadtzentren wieder zu bevorzugten Aufenthaltsorten macht. Roland Wölfel ergänzte, dass Frequenz allein keine lebendige Innenstadt ausmacht; entscheidend seien attraktive Angebote und eine hohe Aufenthaltsqualität. Er unterstreicht die gemeinsame Verantwortung von Stadt, Gewerbe und Immobilieneigentümern, Leerstände abzubauen und die Menschen zum Verweilen und Wiederkommen einzuladen.

Strategische Kooperation und Ausblick

Die positiven Studienergebnisse dürfen nicht zu Passivität führen, vielmehr sei das erreichte Niveau nicht nur zu halten, sondern weiter zu verbessern. Dafür benötigt der Einzelhandel Verbündete vor Ort. Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) betont das Potenzial koordinierter Kooperation. Karmen Strahonja, Bundesvorsitzende der bcsd, hob hervor, dass ein strategisches Gesamtkonzept, welches Handel, Gastronomie und Erlebnisangebote miteinander verzahnt, für dauerhaften Erfolg unabdingbar ist. Ziel müsse eine verbesserte Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sein, wobei dem Stadtmarketing eine Schlüsselrolle zukommt.

Die Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 ist in Kooperation der CIMA Beratung + Management GmbH mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesvereinigung City und Stadtmarketing Deutschland (BCSD) entstanden. Unterstützt wurde die Studie zudem durch den Citymanagement Verband Ost e.V. (CMVO), die Deutsche Industrie und Handelskammer e.V.(DIHK), die AVS Holding - Abrechnungs- und Verwaltungs-Systeme GmbH, die Bayern LB, die ERL Immobilien AG, die Fokus-Development AG, die Invenium Data Insights GmbH, die Lidl Immobilien Dienstleistung GmbH & Co. KG, die MK Illumination Handels GmbH, den Bundesverband des Deutschen Textil-, Schuh- und Lederwareneinzelhandels e.V. (BTE) und die Noceanz GmbH.

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