Die Stimmung auf dem deutschen Immobilienmarkt bleibt von Zurückhaltung geprägt. Im Rahmen der 226. Monatsbefragung unter rund 1.000 Immobilienexpertinnen und Immobilienexperten verzeichnete das Deutsche Hypo Immobilienklima im Oktober 2026 einen erneuten Rückgang. Der Gesamtindex fiel im Vergleich zum Vormonat September um 2,9 Prozent auf nunmehr 78,2 Zähler. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres bedeutet dies ein deutliches Minus von 18,0 Prozent.
Bemerkenswert ist im Oktober die gegenläufige Tendenz der beiden Hauptindikatoren Ertrag und Investment. Während das Ertragsklima um 3,8 Prozent zulegen konnte und mit 89,9 Punkten notiert, brach das Investmentklima massiv ein. Hier registrierte die Deutsche Hypo einen Rückgang um 10,3 Prozent auf 66,9 Punkte, was die anhaltende Skepsis der Marktteilnehmer bei neuen Anlageentscheidungen unterstreicht.
Gegenläufige Entwicklungen in den Nutzungsarten
In den einzelnen Assetklassen überwogen im Oktober die Korrekturen nach unten. Einzig das Logistiksegment konnte sich dem negativen Gesamttrend widersetzen. Das Logistikklima verzeichnete einen Zuwachs von 3,0 Prozent und kletterte auf 101,5 Punkte, womit es sich wieder oberhalb der neutralen Schwelle etabliert.
Demgegenüber gaben die Segmente Büro, Handel, Wohnen und Hotel ausnahmslos nach. Den stärksten Dämpfer musste das Büroklima hinnehmen, das um 5,0 Prozent auf 61,3 Punkte nachgab. Auch das Wohnklima büßte spürbar an Boden ein und reduzierte sich um 4,9 Prozent auf 119,4 Punkte. Trotz dieser Einbußen behauptet der Wohnungsbereich seinen Status als stärkstes Segment im gesamten Marktumfeld.
Eine moderate Abkühlung war zudem im Handels- und Gastgewerbe zu verzeichnen. Das Handelsklima sank um 2,2 Prozent auf einen Stand von 66,3 Zählern, während das Hotelklima mit einem leichten Minus von 1,0 Prozent nun bei 89,5 Punkten notiert. Die Expertenbefragung spiegelt somit ein differenziertes, aber vorwiegend vorsichtiges Gesamtbild wider.
- —Immobilienklima sinkt um 2,9 Prozent auf 78,2 Punkte
- —Investmentklima bricht um 10,3 Prozent auf 66,9 Punkte ein
- —Logistikklima legt als einziges Segment um 3,0 Prozent auf 101,5 Punkte zu
- —Büroklima mit stärkstem Rückgang von 5,0 Prozent auf 61,3 Punkte














