Die Cureus GmbH, ein auf stationäre Pflegeimmobilien spezialisiertes Unternehmen, hat im dritten Quartal des Jahres 2026 neue Kapazitäten im Bereich der Pflege und des Service-Wohnens fertiggestellt und weitere Bauvorhaben initiiert. Zwischen Juni und September 2026 wurden insgesamt 115 Einheiten in diesen Segmenten übergeben. Gleichzeitig wurde mit dem Bau von vier neuen Residenzstandorten begonnen, die perspektivisch 543 Pflege- und Wohneinheiten umfassen werden. Die Bewirtschaftung aller neuen Einrichtungen erfolgt in Kooperation mit verschiedenen Betreiberpartnern.
Christian Möhrke, CEO von Cureus, betonte die hohe Bauaktivität des Unternehmens. Die Baustarts für stationäre Pflegeplätze summierten sich seit dem ersten Quartal 2026 auf rund 1.000 Einheiten. Für das vierte Quartal ist die Initiation weiterer Bauprojekte für etwa 200 stationäre Pflegeplätze geplant. Basierend auf den von pflegemarkt.com prognostizierten 6.330 fertiggestellten Einheiten im Bereich der stationären Pflege für 2025, repräsentieren die Baustarts von Cureus etwa 20 Prozent dieses Volumens. Im Jahr 2025 entfielen bereits etwa 15 Prozent der fertiggestellten stationären Pflegeplätze auf Cureus. Parallel dazu werden zahlreiche Einheiten für Service-Wohnen und Tagespflege sowie im Rahmen größerer Quartiersprojekte für klassisches Wohnen realisiert.
Struktur und Führungsebene
Im September 2026 wurde Mechthild Mösenfechtel zur Chief Financial Officer (CFO) von Cureus ernannt und trat der Geschäftsführung bei. Sie folgt auf Oliver Sturhahn, der das Unternehmen in bestem gegenseitigem Einvernehmen verlassen hat. Die Geschäftsführung besteht somit aus CEO Christian Möhrke, CFO Mechthild Mösenfechtel und Chief Construction Manager (CCO) Frank Oberländer. Christin M. Büttner, die seit 2024 Prokura besitzt, verantwortet die Bereiche Vertriebskoordination und Verwaltung.
Der aktuelle Development-Monitor von bulwiengesa bestätigt erneut die Position von Cureus als führender Projektentwickler im Segment der Seniorenimmobilien in Deutschland. Die Analyse zeigt zwar eine breitere Akteursdurchmischung im Marktsegment, jedoch bleibt die Entwicklungsstärke von Cureus ungebrochen. Das Unternehmen ist zudem verstärkt in der Entwicklung von Wohnquartieren aktiv, die Pflege mit weiteren Assetklassen und ergänzender Infrastruktur verbinden.
Strategische Ausrichtung und Portfolioentwicklung
Cureus verfolgt weiterhin eine selektive Veräußerung von Standorten aus dem Bestandsportfolio an Marktteilnehmer, um Liquidität für die Realisierung neuer Projekte freizusetzen. Ebenso gehört der Einzelvertrieb von Seniorenwohnapartments an private Anleger über Vertriebspartner zum Kerngeschäft. Die Grundstücksakquise für neue Projekte wird fortgesetzt, mit einem Fokus auf Nordrhein-Westfalen sowie Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin. Gesucht werden zentral gelegene, infrastrukturell gut erschlossene Grundstücke in Wohn- oder Mischgebieten ab 3.000 Quadratmetern.
Der Immobilienbestand von Cureus umfasste zum Ende des dritten Quartals 2026 insgesamt 78 verpachtete Standorte mit 7.728 Pflegeplätzen, 801 Service-Wohneinheiten und 238 sonstigen Einheiten. Zusätzlich befinden sich rund 4.270 Einheiten an 28 Standorten im Bau oder in Planung. Konkret sind 1.514 Pflegeplätze, 159 Service-Wohneinheiten und eine sonstige Einheit an zwölf Standorten im Bau. Weitere 1.740 Pflegeplätze, 850 Service-Wohneinheiten und fünf sonstige Einheiten an 16 Standorten sind bereits notariell gesichert in Planung.
- —Lavendio Seniorenresidenz Braunschweig (Niedersachsen): Neubau mit 138 Einzelzimmern für vollstationäre Pflege und Kurzzeitpflege. Fertigstellung Ende 2027.
- —Pflegestandort Niederkassel (Nordrhein-Westfalen): Errichtung von 96 Einzelzimmern für vollstationäre Pflege und 16 Einzelzimmern für Kurzzeitpflege. Fertigstellung Anfang 2028.
- —Peine (Niedersachsen): Innerstädtischer Pflege- und Service-Wohnkomplex mit 124 Einzelzimmern und 24 Service-Wohnungen.














