Das renommierte Concordia-Haus in Wuppertal-Barmen, ein prägendes Gebäudeensemble am Werth, hat neue Eigentümer. Seit dem 1. September 2026 gehört das denkmalgeschützte Objekt den Wuppertaler Projektentwicklern und Investoren Robert Düssel und Ulrich Volmer, die unter der Düssel & Volmer Immobilien eGbR firmieren. Mit diesem Erwerb übernehmen sie ein zentrales Immobilienobjekt, welches die Barmer Innenstadt seit vielen Jahrzehnten charakterisiert.
Die Gesellschaft Concordia wird ihre Säle langfristig im Gebäude behalten. Die Käufer, beide eng mit der Stadt Wuppertal verbunden, sind seit Jahren als Investoren in der Region aktiv. Robert Düssel wird die Projektentwicklung, Planung und Bauausführung leiten und dabei auf seine umfassende Erfahrung aus zahlreichen erfolgreich realisierten Sanierungsprojekten zurückgreifen. Der Erwerb stellt eine substanzielle Aufgabe dar: Etwa zwei Drittel der rund 9.400 Quadratmeter Nutzfläche stehen derzeit leer, und es besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf. Zudem sind bei allen Eingriffen die Vorgaben des Denkmalschutzes zu beachten.
Strategische Entwicklung und Nutzungsperspektiven
Der erste Revitalisierungsschritt konzentriert sich auf die Ladenlokale und die Fassaden. Für die freiwerdenden Ladenflächen suchen Robert Düssel und Ulrich Volmer aktiv nach neuen Nutzern. Das ehemalige Kinocenter, bekannt als Fita-Palast, umfasst rund 3.000 Quadratmeter und weckt bei vielen Wuppertalern Erinnerungen an seine Blütezeit als größtes Kino Barmens mit 1.400 Plätzen (von 1948 bis 1998). Für diesen Bereich existieren konkrete Nutzungsideen im Segment Kultur und öffentliche Nutzung, die Planungen befinden sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
Eine wesentliche Rolle im Verkaufsprozess spielte Michael Schmidt-Russnak, Direktor der Gesellschaft Concordia. Er begleitete den Eigentümerwechsel aktiv und sprach sich nachdrücklich für den Verkauf an Düssel und Volmer aus. Die Transaktion wurde zudem beratend durch Brockhoff begleitet. Michael Schmidt-Russnak betonte, dass für die Concordia entscheidend gewesen sei, dass das Haus an lokale Käufer geht, die nicht nur investieren, sondern auch über eigene Baukompetenz und Erfahrung verfügen, um die Herausforderungen der Sanierung und Restrukturierung von Bestandsimmobilien zu meistern. Ein Investor mit lokaler Kenntnis und langfristiger Perspektive sei für den Standort die präferierte Lösung gegenüber einer reinen Finanzanlage.
Langfristiges Engagement und städtebauliche Integration
Die neuen Eigentümer sind sich des Umfangs der Aufgabe bewusst. Robert Düssel erklärte, das Gebäude gehöre zu Barmen und solle wieder vollständig genutzt werden. Das Ziel sei, seinen Charakter zu erhalten und ihm gleichzeitig eine tragfähige Zukunft zu geben, wobei dies schrittweise und unter Einbindung des lokalen Netzwerks erfolgen werde. Ulrich Volmer ergänzte, dass eine langfristige Haltedauer angestrebt werde und ein schneller Weiterverkauf nicht im Fokus stehe.
Die Entwicklung des Concordia-Hauses fügt sich in die Ziele des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) Barmen ein. Durch die Wiederbelebung der Obergeschosse und Ladenlokale soll die Frequenz in der Fußgängerzone Werth erhöht werden. Direkt vor dem Gebäude entsteht mit dem Kulturteppich Barmen der „neue Werth“. Eine positive Innenstadtentwicklung erfordert jedoch, dass die umliegenden Immobilien in diese Maßnahmen eingebunden werden. Robert Düssel und Ulrich Volmer suchen daher den Dialog mit der Stadt, der ISG Barmen-Werth und Barmen Urban. Dieses Projekt stellt ein klares Bekenntnis der Investoren zu ihrer Heimatstadt dar, indem es eine Investition in Wuppertal mit dem Erhalt eines historisch bedeutsamen Gebäudes in Barmen verbindet.














