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Chemnitzer Viadukt erhält Deutschen Ingenieurbaupreis 2026

Das Chemnitzer Viadukt wurde mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2026, dem Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland für Ingenieurbaukunst, ausgezeichnet.

KI-generiertChemnitzer Viadukt erhält Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 – KI-generiertes Symbolbild
Chemnitzer Viadukt erhält Deutschen Ingenieurbaupreis 2026. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Das Chemnitzer Viadukt ist mit dem Deutschen Ingenieurbaupreis 2026 gewürdigt worden, einem Staatspreis der Bundesrepublik Deutschland für herausragende Leistungen in der Ingenieurbaukunst. Die Auszeichnung wurde am 14. Oktober 2026 von Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), in der Akademie der Künste in Berlin übergeben. Die Ehrung geht an die KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH als verantwortliches Ingenieurbüro sowie an die DB InfraGO AG in ihrer Rolle als Bauherrin.

Die Verleihung des Deutschen Ingenieurbaupreises, getragen vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und der Bundesingenieurkammer, hebt die zentrale Bedeutung von Ingenieurleistungen für die Gestaltung und Erhaltung unserer gebauten Umwelt hervor. Staatssekretär Dr. Olaf Joachim betonte, dass die Preisverleihung die Ingenieurbaukunst unseres Landes ins Licht rücke und die Bandbreite an Wissen und Erfahrung zeige, mit der Ingenieure täglich die Infrastruktur erhalten und entwickeln. Er hob zudem die Innovationskraft hervor, mit der aktuelle Herausforderungen, etwa durch nachhaltige Rohstoffe oder den effizienten Umgang mit Ressourcen, in Bauvorhaben umgesetzt werden.

Ingenieurbaukunst im Bestand: Chemnitzer Viadukt

Das Chemnitzer Viadukt überzeugte die Jury durch seinen konsequenten Ansatz im Bereich des Bauens im Bestand. Das denkmalgeschützte Eisenbahnviadukt wurde durch gezielte Ertüchtigungsmaßnahmen und den Austausch einzelner Bauteile instandgesetzt. Gleichzeitig erfolgte eine Anpassung an die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen des Bahnverkehrs. Diese Ingenieurleistung verdeutlicht, wie der Erhalt historischer Bausubstanz mit den Anforderungen einer modernen Infrastruktur verbunden werden kann. Statt eines Neubaus erfolgte eine präzise Analyse der Substanz, gefolgt von einer zielgerichteten Ertüchtigung zur Qualifizierung für die weitere Nutzung.

Dieses Projekt dient als Beispiel dafür, wie Ingenieure durch präzise Planung und innovative technische Lösungen zum Ressourcenschutz und zur Verlängerung der Lebensdauer bestehender Infrastrukturen beitragen. Insbesondere vor dem Hintergrund des umfangreichen Sanierungsbedarfs bei Brücken und weiteren Ingenieurbauwerken gewinnt dieser Ansatz an Relevanz. Das Chemnitzer Viadukt symbolisiert somit zentrale Zukunftsaufgaben des Ingenieurbaus: den Erhalt, die technische Weiterentwicklung und die langfristige Anpassung bestehender Bauwerke an neue Anforderungen.

Nachwuchspreis und weitere Anerkennungen

Der mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchspreis wurde der str.ucture GmbH für das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen verliehen. Dieses Projekt vereint anspruchsvolle Tragwerksplanung mit dem Bauen in historischem Kontext und dem Einsatz von Holz als nachwachsendem Baustoff. Ein Raumtragwerk aus heimischer Weißtanne repliziert die Kubatur eines historischen Hauses und überspannt einen mehrgeschossigen Luftraum über einem historischen Kellergewölbe. Neben der Funktion für das Museum trägt das Tragwerk zur Sicherung des benachbarten Bestandsgebäudes bei und berücksichtigt auch Erdbebenlasten. Dieser Preis würdigt die Innovation und den sensiblen Umgang mit historischem Kontext durch die nächste Generation von Ingenieuren.

Neben dem Staatspreis und dem Nachwuchspreis wurden fünf weitere nominierte Projekte ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit die hohe Qualität der gesamten Endauswahl des Deutschen Ingenieurbaupreises 2026. Die Bewertung der insgesamt 41 eingereichten Projekte erfolgte nach Kriterien wie Konstruktion, Innovation, Gestaltung, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Die Auszeichnungen spiegeln die Bandbreite zeitgemäßer Ingenieurleistungen wider, von der Bewahrung denkmalgeschützter Bauwerke über innovative Holz- und Stahlkonstruktionen bis zur zukunftsfähigen Ertüchtigung vorhandener Infrastruktur.

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