Große Vermietungsagenturen im Vereinigten Königreich stehen im Zuge der Einführung des neuen nationalen Vermieterregisters vor beträchtlichen organisatorischen Herausforderungen. Berechnungen, die Mitgliedern des britischen Parlaments vorgelegt wurden, verdeutlichen den immensen zeitlichen Aufwand, der mit der Datenerfassung für größere Immobilienverwalter verbunden ist.
Für eine Agentur mit einem Bestand von rund 10.000 Mietobjekten könnte das Hochladen der geforderten Datensätze demnach bis zu 714 Arbeitstage in Anspruch nehmen. Die Modellrechnung basiert auf einem veranschlagten Zeitaufwand von 30 Minuten pro Immobilie. Maßgeblich für diesen Zeitbedarf ist die Vorgabe, dass je erfasster Einheit insgesamt 70 einzelne Datenpunkte manuell hinterlegt werden müssen.
Fehlende Schnittstellen erfordern hohen manuellen Aufwand
Ein zentraler Aspekt der vorgelegten Analyse betrifft die technische Umsetzung der Plattform. Gegenwärtig existiert keine Schnittstelle für sogenannte Bulk-Uploads – also keine Möglichkeit, Bestandsdaten gebündelt und automatisiert aus bestehenden Verwaltungsprogrammen in das nationale Register einzuspeisen. Jeder Vorgang müsste somit einzeln bearbeitet werden.
- —10.000 Mietobjekte als Berechnungsgrundlage für große Agenturen
- —70 geforderte Datenpunkte pro Einreichung
- —30 Minuten Bearbeitungsdauer pro Immobilieneintrag
- —714 Arbeitstage Gesamtaufwand mangels Sammelübertragung
Parlamentarische Debatte über die Umsetzbarkeit
Ein Aufwand von 714 Arbeitstagen entspricht in der Praxis nahezu drei vollen Arbeitsjahren einer einzelnen Fachkraft. Für große Bestandsverwalter würde dies eine erhebliche Bindung bestehender Personalkapazitäten oder zusätzliche Neueinstellungen bedeuten, um die künftigen Vorgaben einzuhalten.
Die den Abgeordneten übermittelten Kalkulationen sollen aufzeigen, welche logistischen Konsequenzen die Neuregelung für den operativen Betrieb von Immobilienagenturen nach sich zieht, sofern das System nicht um automatisierte Importfunktionen ergänzt wird.













