Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen Aktiengesellschaft (BOGESTRA) hat das ehemals von der Aquinos Bedding Germany GmbH genutzte Firmengelände in der Schlaraffiastraße 1-10 in Bochum-Wattenscheid erworben. Dieses Areal, das eine Größe von 70.000 m² aufweist, diente zuvor als Hauptverwaltung sowie als Produktions- und Logistikstandort für Matratzen der Marke Schlaraffia und für die europäischen Intercompany-Beziehungen der Aquinos-Gruppe. Der Erwerb erfolgte etwa ein Jahr nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Aquinos Bedding Germany GmbH.
Für das betreffende Gelände ist seitens der BOGESTRA die Einrichtung eines neuen E-Bus-Standortes vorgesehen, dessen Inbetriebnahme für den Beginn des kommenden Jahrzehnts geplant ist. Diese Investition unterstreicht die Bestrebungen der BOGESTRA zur Förderung innovativer Mobilitätslösungen und zur Modernisierung der eigenen Infrastruktur im mittleren Ruhrgebiet.
Strukturierter Verkaufsprozess und Standortvorteile
Der Verkaufsprozess wurde von Rechtsanwältin Frauke Heier von der Kanzlei Niering Stock Tömp Rechtsanwälte als Insolvenzverwalterin betreut. Die Veräußerung erfolgte im Rahmen eines strukturierten, internationalen Verfahrens, welches durch die Beratungsunternehmen Leo-Impact Consulting und AENGEVELT Immobilien begleitet wurde. Die Nachfrage nach dem Objekt war signifikant. Rechtsanwältin Heier hob hervor, dass ein derart großes Premiumgrundstück für gewerbliche und logistische Nutzungen mit direkter Anbindung an die A40 nur selten auf dem Markt verfügbar sei. Neben der exzellenten Autobahnanbindung bietet der Standort eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr; der Bahnhof Wattenscheid ist fußläufig erreichbar, eine Bushaltestelle befindet sich direkt am Grundstück.
Zur Sicherstellung eines rechtssicheren und zügigen Verkaufsablaufs leistete ein Team von Mitarbeitenden der Aquinos Bedding Germany GmbH in enger Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwalterin umfangreiche Vorarbeiten. In einem digitalen Datenraum wurden hierbei mehrere hundert relevante Dokumente bereitgestellt. Dies umfasste nicht nur Grundbücher, sondern auch historische Bergbauakten, Waldrechtsangaben für angrenzende Flächen sowie technische Spezifikationen wie Stromleitungskapazitäten. Darüber hinaus wurden aktuelle Vermessungen, Verkehrswertgutachten sowie detaillierte Boden-, Umwelt- und Schadstoffgutachten für die auf dem Gelände befindlichen Gebäude in Auftrag gegeben. Die enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden ermöglichte den Bietern eine umfassende Verkäuferprüfung ('Due Diligence'). Bei der rechtlichen Umsetzung der Immobilientransaktion wurde die Insolvenzverwalterin von der Kanzlei ADVANT Beiten unterstützt. Die BOGESTRA konnte sich in diesem Wettbewerb gegen mehrere internationale Investoren durchsetzen.
Die BOGESTRA im Ruhrgebiet
Die BOGESTRA prägt seit dem Jahr 1896 die Mobilität im mittleren Ruhrgebiet. Mit rund 2.400 Mitarbeitenden gewährleistet das Unternehmen täglich die Beförderung Hunderttausender Fahrgäste in den Städten Bochum, Gelsenkirchen und Herne sowie im Ennepe-Ruhr-Kreis und angrenzenden Kommunen. Als Mobilitätsdienstleister legt die BOGESTRA einen Fokus auf Innovationen und den Einsatz alternativer Antriebe. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in seine Fahrzeugflotte, die Anlagen sowie die Gleisinfrastruktur, um eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität sicherzustellen.














