BOB, ein Anbieter von Serienbürogebäuden, hat ein neues Online-Tool zur Verfügung gestellt, das Unternehmen eine realistische Einschätzung der Gesamtkosten für Büroräume ermöglichen soll. Dieses Instrument erlaubt es, mit wenigen Parametern den gesamten finanziellen Aufwand eines Bürogebäudes zu ermitteln und so das wirtschaftlichste Büro aus Mietersicht zu identifizieren.
Dr. Bernhard Frohn, Vorstand bei BOB, hebt hervor, dass Büroflächen von geringer Qualität, die zunächst durch einen niedrigen Preis attraktiv erscheinen, sich häufig als kostspielig erweisen. Als Beispiel nennt er Büros ohne Kühlung im Sommer oder ohne automatische Belüftung das ganze Jahr über. Solche Bedingungen führen zu einem mangelhaften Raumklima, welches die Produktivität der Mitarbeitenden mindert und hohe Folgekosten verursacht.
Produktivität als wesentlicher Kostenfaktor
Basierend auf Studien zum Zusammenhang zwischen Raumklima und Produktivität hat BOB ermittelt, dass die Leistungsfähigkeit in älteren Büroflächen um mindestens zehn Prozent abnehmen kann. Dieser Produktivitätsverlust kann das Doppelte der Warmmiete ausmachen, wenn die Produktivität auf die Bürofläche bezogen wird. Vielen Mietern sind die Auswirkungen einer suboptimalen Raumklimaqualität auf die Leistungsfähigkeit ihrer Belegschaft oft nicht bewusst.
Etwa 30 Studien belegen mittlerweile, dass sowohl eine ungeeignete Raumtemperatur als auch eine erhöhte CO2-Konzentration in der Atemluft zu einem signifikanten Leistungsabfall führen können. Eine im Juli von der Prognos AG veröffentlichte Studie wies zudem auf den erheblichen wirtschaftlichen Schaden hin, der durch Produktivitätseinbußen infolge von Hitzetagen in der deutschen Wirtschaft entsteht.
Der BOB-Vorstand erklärte, dass das Unternehmen Mietern ein Werkzeug an die Hand geben möchte, um die Kosten einer Bürofläche realistisch beurteilen zu können. Er merkte an, dass Mieter sich zu oft von geringen Kaltmieten anlocken lassen, ohne die damit verbundenen Folgekosten zu berücksichtigen. Der neue Kostenrechner bietet hier eine schnelle und unkomplizierte Orientierung.
Funktionsweise und Datenbasis des Rechners
Der frei zugängliche BOB-Bürokostenrechner erfordert keine Angabe von Kontaktdaten. Er analysiert verschiedene Kostenposten, darunter Kaltmiete, Energiekosten, sonstige Nebenkosten und deren Entwicklung. Ferner berücksichtigt er produktivitätseinschränkende Faktoren wie fehlende Raumkühlung oder -lüftung sowie den Krankenstand. Das Tool kann sowohl mit voreingestellten Angaben schnell genutzt als auch mit individuellen Daten präzise angepasst werden, was eine differenzierte Betrachtung der realen Bürokosten ermöglicht. Alle Annahmen und Daten, die dem Rechner zugrunde liegen, basieren auf anerkannten Studien, wissenschaftlichen Quellen und langjährigen Messergebnissen aus BOB-eigenen Bürogebäuden. Der Rechner ist über die Webseite https://www.bob-ag.de/bob-buerokosten-rechner erreichbar und seine Nutzung ist kostenfrei.














