Der Bundesverband Micro-Living (BML) veranstaltet am Dienstag, den 3. November 2026, in Frankfurt am Main den 4. BML-Fachkongress Micro-Living. Die Fachtagung widmet sich aktuellen Markt- sowie Branchentrends und analysiert die künftige Ausrichtung dieser Assetklasse. Im Mittelpunkt stehen dabei veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die Frage, wie sich das Segment kleiner, funktionaler Wohnformate künftig strategisch positioniert.
Demografischer Wandel und neue Zielgruppen im Micro-Living
Traditionell konzentrierte sich das Angebot an kompakten Apartments vorwiegend auf Studierende, Berufseinsteiger und temporär tätige Projektbeschäftigte. Zunehmend rückt jedoch eine neue Nutzergruppe in das Blickfeld der Projektentwicklung: Seniorinnen und Senioren, die ihren Wohnraum im Alter gezielt reduzieren möchten. Dieser Schritt erfolgt häufig mit dem Anspruch, Selbstständigkeit und modernen Wohnkomfort mit verlässlichen Optionen sozialer Teilhabe zu verbinden.
Diesen demografischen Strukturwandel greift Annamaria Deiters-Schwedt von der empirica AG in ihrem Impulsvortrag auf. Unter dem Titel „Micro-Living: Die Best Ager kommen – was bedeutet das für die Branche?“ analysiert sie die spezifischen Anforderungen dieser Nachfragegruppe. Eine nachfolgende Podiumsdiskussion mit Branchenexperten erörtert die Transformation von rein studentischen Wohnformen hin zu altersgerechten Senior- und Elderly-Living-Konzepten.
- —Wachsende Bedeutung von Elderly-Living- und Senior-Living-Konzepten im urbanen Raum
- —Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz in der operativen Verwaltung und Vermietung
- —Datengestützte Analysen zur Identifikation neuer Apartmentstandorte
- —Auswirkungen anstehender politischer Regulierungen auf Projektentwickler und Betreiber
Digitalisierung und regulatorische Perspektiven
Neben soziodemografischen Verschiebungen bestimmen technologische Innovationen das Programm der Fachveranstaltung. Diskutiert wird der konkrete Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Bewirtschaftung und Vermarktung von Wohnraum. Entsprechende Software-Instrumente gewinnen sowohl in den operativen Prozessen der Wohnungsverwaltung an Bedeutung als auch bei der datenbasierten Prüfung und Auswahl neuer Standorte für geplante Apartmentkomplexe.
Außerdem erhalten die Teilnehmer einen fundierten Ausblick auf geplante politische Regulierungen und die weiteren Entwicklungsschritte der Branche. Der Fachkongress richtet sich gleichermaßen an institutionelle Investoren, Betreibergesellschaften, Projektentwickler und Wohnungsunternehmen. Neben fachlichen Analysen und Vorträgen bietet die Veranstaltung in Frankfurt am Main Raum für den direkten Austausch innerhalb der Immobilienwirtschaft.














