Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat im Frankfurter Stadtteil Bonames den offiziellen Spatenstich für ein neues Wohnbauvorhaben gesetzt. Am Prämäckerweg im Nordosten der Mainmetropole entstehen 32 neue, bezahlbare Mietwohnungen. Das Vorhaben erweitert das Areal der geschichtsträchtigen Edwards-Siedlung. Läuft der Bauprozess planmäßig ab, sollen im Sommer 2028 die ersten Mieterinnen und Mieter die neuen Räumlichkeiten beziehen.
Das Vorhaben ergänzt die bestehenden zehn Wohngebäude mit ihren rund 200 Wohneinheiten, die in den 1960er-Jahren ursprünglich durch die US-Streitkräfte als Militärwohnsiedlung errichtet wurden und später in das Eigentum des Bundes übergingen. Der geplante viergeschossige Neubau umfasst Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen etwa 35 und 88 Quadratmetern. Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen, Wohnen und Personal der Stadt Frankfurt am Main, hob hervor, dass die Stadt dringend bezahlbaren Wohnraum benötigt und die BImA auf eigenem Grundstück eine städtebaulich gelungene sowie ressourcenschonende Verdichtung realisiert.
Serielle Fertigung und ökologische Gebäudestandards
Für den Neubau kommt eine serielle Holzmodulbauweise zum Einsatz. Zahlreiche Bauteile werden industriell in einem Werk vorgefertigt und vor Ort montiert, was die reine Bauzeit verkürzt und die Lärm- sowie Verkehrsbelastung für die Nachbarschaft spürbar reduziert. Die Außenwände der Obergeschosse bestehen aus vorgefertigten Holzelementen, wodurch der CO2-Fußabdruck im Vergleich zur konventionellen Massivbauweise deutlich gesenkt wird. Axel Kolfenbach, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement, bezeichnete das modulare und serielle Bauen als zentralen Hebel für eine zügige Schaffung von Wohnraum.
- —32 neue Wohneinheiten mit 35 bis 88 Quadratmetern Wohnfläche
- —Viergeschossige Konstruktion in ressourcenschonender Holzmodulbauweise
- —Dachbegrünung kombiniert mit einer Photovoltaikanlage und E-Ladepunkten
- —70 Fahrradstellplätze sowie barrierefreie Erschließung über einen Aufzug
Die architektonische Planung verantwortet das Büro raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH aus Frankfurt, während die Bauausführung durch die B&O Bau und Projekte GmbH erfolgt. Der Baukörper erhält ein Gründach in Kombination mit einer Photovoltaikanlage, zudem werden die Pkw-Stellplätze mit E-Ladesäulen ausgestattet. Über offene Laubengänge und einen Aufzug ist der Neubau schwellenlos zugänglich. In enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde bleibt der gewachsene Platanenbestand auf dem Grundstück vollständig erhalten und wird um einen Kinderspielbereich sowie einen gemeinschaftlich nutzbaren Innenhof ergänzt.
Belegung im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes
Die Vergabe der Wohneinheiten erfolgt nach den Grundsätzen der bundeseigenen Wohnungsfürsorge. Vorgesehen sind die Wohnungen vorrangig für Bundesbedienstete, unter anderem für Einsatzkräfte des Zolls, der Bundespolizei sowie Angehörige der Bundeswehr mit ihren Familien. Sofern Einheiten nicht im Rahmen dieser Belegungsrechte in Anspruch genommen werden, gelangen sie zu identischen Konditionen auf den freien Frankfurter Mietmarkt. Die BImA leistet damit einen messbaren Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes im Rhein-Main-Gebiet.














