Die Bigbank-Gruppe hat im dritten Quartal 2026 ihr gesamtes Kreditportfolio auf einen neuen Höchststand von 3,3 Milliarden Euro ausgebaut. Dies bedeutet einen Zuwachs von 271 Millionen Euro oder neun Prozent gegenüber dem Vorquartal sowie ein Plus von 688 Millionen Euro beziehungsweise 27 Prozent im Vorjahresvergleich. Den stärksten Impuls lieferte das Firmenkundengeschäft, dessen Finanzierungsvolumen im Quartalsvergleich um 16 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegte.
Auch das Segment der Baufinanzierungen verzeichnete Zuwächse und stieg um fünf Prozent auf 933 Millionen Euro. Das Privatkreditportfolio wuchs parallel um drei Prozent auf 881 Millionen Euro. Auf der Passivseite erhöhte sich das gesamte Einlagenvolumen der Gruppe im Quartal um zehn Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Maßgeblich getragen wurde diese Entwicklung von den Spareinlagen mit einem Plus von 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, während Festgelder um zwei Prozent auf 1,65 Milliarden Euro und Sichteinlagen auf Girokonten um 59 Prozent auf 110 Millionen Euro zulegten.
Ergebnisentwicklung und verbesserte Portfoliostruktur
Der Quartalsgewinn nach Steuern kletterte im Vorjahresvergleich um zehn Prozent auf 12,6 Millionen Euro. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 belief sich das Nettoergebnis auf 30,1 Millionen Euro, verglichen mit 30,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Zinsüberschuss stieg im dritten Quartal um 23 Prozent auf 33,8 Millionen Euro. Dabei standen Zinserträgen von 58,3 Millionen Euro Zinsaufwendungen in Höhe von 24,5 Millionen Euro gegenüber.
Gleichzeitig verbesserte sich die Kreditqualität der Bank. Durch die Umklassifizierung eines größeren Unternehmenskredits sank der Anteil notleidender Kredite in der Risikostufe 3 auf 100 Millionen Euro, was einem Anteil von drei Prozent am Gesamtportfolio entspricht. Die Netto-Risikovorsorge für erwartete Ausfälle reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 0,3 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro. Die Kreditqualität bei Baufinanzierungen verblieb auf einem sehr hohen Niveau.
Immobilienbestand und Kapitalmaßnahmen
Der Bilanzwert des als Finanzinvestition gehaltenen Immobilienportfolios blieb mit 81,0 Millionen Euro unverändert. Im dritten Quartal wurden keine Neubewertungen vorgenommen. Die Erträge aus der Vermietung von Gewerbeimmobilien sowie der Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen zeigten sich stabil. Zur Unterstützung des operativen Wachstums stieg die Belegschaft um 29 Mitarbeiter auf 741 Personen, was zu einem Personalaufwand von 10,8 Millionen Euro führte.
Zur Untermauerung der Expansionsstrategie emittierte das Institut Additional-Tier-1-Anleihen mit einem Volumen von 17,23 Millionen Euro. Insgesamt wurden 1.723 Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von jeweils 10.000 Euro bei 83 Investoren platziert. Martin Länts, Vorstandsvorsitzender der Bigbank AS, erklärte, das Institut habe im dritten Quartal sein Angebot zielgerichtet erweitert und durch die Emission des zusätzlichen Kernkapitals die bilanziellen Voraussetzungen für die Fortsetzung des Wachstumskurses geschaffen.














