Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg hat am 2. Oktober 2026 an der Leitungsrunde des „Bündnisses für Wohnen in Brandenburg“ in Potsdam teilgenommen. Im Rahmen dieses Treffens wurde gemeinsam mit Bauminister Robert Crumbach und weiteren Vertretern der Branche ein aktualisiertes Informations- und Handlungspapier verabschiedet. Das übergeordnete Ziel dieser Initiative ist es, die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum voranzutreiben. Dies soll durch gezielte Entbürokratisierung, eine praxisnahe Förderpolitik sowie eine kooperative Flächenplanung realisiert werden, auch unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Während in anderen Regionen wohnungspolitische Diskussionen oft von konfrontativen Ansätzen geprägt sind, etabliert Brandenburg einen kooperativen Ansatz. Diese bewährten Partnerschaften dienen als Modell für die effektive Zusammenarbeit im Immobiliensektor. Die Partner des „Bündnisses für Wohnen“ trafen sich, um diesen „Brandenburger Weg“ fortzusetzen und das überarbeitete Informations- und Handlungspapier gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium und der Immobilienwirtschaft zu beschließen.
Investitionsbereitschaft trotz erschwerter Bedingungen
Trotz anhaltend herausfordernder Rahmenbedingungen, insbesondere hoher Bau- und Finanzierungskosten, ist die private Immobilienwirtschaft in Brandenburg weiterhin investitionsbereit. Ein Beleg hierfür ist das Wachstum der Fünf-Jahres-Pipeline der BFW-Mitgliedsunternehmen. Diese hat sich im letzten Jahr um knapp 18 Prozent erhöht und umfasst nun rund 7.430 geplante Wohneinheiten. Diese Zahlen unterstreichen das Vertrauen der Unternehmen in den Brandenburger Wohnungsmarkt und ihre Bereitschaft, zur Deckung des Wohnbedarfs beizutragen.
Um die Realisierung dieser Projekte zu gewährleisten, fordert der BFW eine konsequente Umsetzung der neuen Bauordnung auf kommunaler Ebene. Eine zügige und kosteneffiziente Bauweise ist entscheidend, um die geplanten Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können. Frederik Schneider, Stellvertretender Geschäftsführer des BFW Landesverband Berlin/Brandenburg, betonte die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit im Bündnis, die ein klares Signal für Kooperation anstelle von Konfrontation darstelle.
Forderungen zur Projektumsetzung und Marktentlastung
Die BFW-Mitgliedsunternehmen verfügen über eine umfangreiche Projektpipeline und stehen bereit, um diese Pläne in realen Wohnraum umzusetzen. Dafür sind jedoch spezifische Rahmenbedingungen erforderlich. Herr Schneider unterstrich die Notwendigkeit einer konsequenten Anwendung der Bauordnung in den Kommunen. Des Weiteren forderte er Förderbedingungen, die mit der aktuellen Zins- und Baukostenentwicklung Schritt halten. Eine erhöhte Flexibilität bei der Flächenentwicklung sei ebenfalls von Bedeutung. Nur durch die integrierte Entwicklung von Arbeitsplätzen, Wohnraum und Infrastruktur, sowohl räumlich als auch zeitlich abgestimmt, kann eine nachhaltige Entlastung des Wohnungsmarktes erreicht werden.
- —Konsequente Anwendung der neuen Bauordnung in den Kommunen.
- —Förderbedingungen, die mit Zins- und Baukostenentwicklung kompatibel sind.
- —Mehr Flexibilität bei der Flächenentwicklung für integrierte Projekte.
- —Räumliches und zeitliches Zusammenwachsen von Arbeiten, Wohnen und Infrastruktur.














