Die auf betriebsnotwendige Light-Industrial-Immobilien spezialisierte BENO Holding AG konkretisiert ihre am 13. Oktober 2026 angekündigte Barkapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2025/I. Das Grundkapital der Gesellschaft soll durch die Ausgabe von bis zu 674.188 neuen Aktien von derzeit 3.386.790 Euro auf bis zu 4.060.978 Euro anwachsen. Bei einem Bezugspreis von 6,50 Euro je Anteilsschein beläuft sich der Bruttoemissionserlös bei vollständiger Platzierung auf rund 4,38 Millionen Euro, was einem erwarteten Nettoerlös von etwa 4,23 Millionen Euro entspricht.
Bestehende Aktionäre können ihre Bezugsrechte im Verhältnis von 5:1 ausüben, wobei je fünf Altaktien zum Erwerb einer neuen Aktie berechtigen. Der Bezugspreis beinhaltet einen rechnerischen Abschlag von rund 35 Prozent gegenüber dem bilanziellen Eigenkapital, das zum 31. Dezember 2025 mit rund 10,04 Euro je Aktie ausgewiesen wurde. Die Bezugsfrist läuft vom 26. Oktober bis zum 9. November 2026. Als Bezugsstelle fungiert das Bankhaus ODDO BHF SE in Frankfurt am Main.
Mittelverwendung und strategische Expansion
Der Nettoemissionserlös soll vollständig zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs, zur Stärkung der Eigenkapitalquote sowie für neue Immobilienankäufe und Photovoltaikanlagen eingesetzt werden. In den vorangegangenen zwölf Monaten schloss das Unternehmen bereits fünf Immobilienfinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von rund 28 Millionen Euro ab und generierte durch vier Refinanzierungen rund 16 Millionen Euro an freier Liquidität. Im August 2026 markierte der Erwerb eines Objekts in Roth bei Nürnberg zum 8,6-Fachen der Jahresnettokaltmiete den Auftakt der aktuellen Expansionsphase.
Nach Einschätzung des Vorstands bietet das Segment Light Industrial weiterhin günstige Rahmenbedingungen, da hochwertige Bestandsbauten oft deutlich unter den Kosten vergleichbarer Neubauten erworben werden können. Michael Bussmann, Vorstand der BENO Holding, betonte, dass neben der Portfolioerweiterung vor allem digitale Zwillinge und KI-gestützte Systeme im operativen Betrieb verankert wurden, um auch kleinteilige Bestände effizient zu bewirtschaften. Das zusätzliche Eigenkapital soll nun die Basis für weitere Zukäufe bilden.
Eckdaten der Bezugsrechte und Platzierung
- —Bezugsverhältnis: 5 zu 1 zum Festpreis von 6,50 Euro je neuer Aktie
- —Bezugsfrist: 26. Oktober bis 9. November 2026 über die jeweilige Depotbank
- —Stichtag für den börslichen Erwerb teilnahmeberechtigter Aktien: 23. Oktober 2026
- —Gewinnberechtigung der neuen Stückaktien: rückwirkend ab dem 1. Januar 2026
Ein Börsenhandel der Bezugsrechte findet nicht statt; nicht ausgeübte Rechte verfallen entschädigungslos. Neben dem gesetzlichen Bezugsrecht besteht für Aktionäre eine Mehrbezugsoption. Verbleibende Aktien können nach Abschluss der Frist ausgewählten Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung zu mindestens 6,50 Euro je Anteil angeboten werden — eine Maßnahme, mit der das Unternehmen zugleich eine Verbreiterung seiner Aktionärsbasis anstrebt. Die Einbuchung der neuen Papiere erfolgt nach Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister.













