Die oberbayerische Gemeinde Apfeldorf wurde für ihr nachhaltiges Entwicklungsprojekt mit einem Preis des Neuen Europäischen Bauhauses 2026 gewürdigt. Die Europäische Kommission prämierte in Brüssel die Umwandlung einer ehemaligen Mehrzweckhalle aus dem Jahr 1974 in ein energieeffizientes Gemeinschaftszentrum, das zudem an ein nachhaltiges Fernwärmenetz angeschlossen ist.
Dieses Fernwärmenetz versorgt nicht nur das neue Dorfgemeinschaftshaus, sondern auch den örtlichen Kindergarten, die Schule und die Feuerwehr mit CO2-freier Wärme. Das Projekt wurde in der Kategorie „Schub für kleine Gemeinden“ ausgezeichnet, eine Kategorie, die spezifisch auf die Förderung kleinerer Kommunen abzielt. Die EU-Kommission dotiert diesen Preis mit 30.000 Euro und bewirbt die Initiative europaweit.
Regionale und europäische Bedeutung
Bayerns Bauminister, Herr Bernreiter, gratulierte der Gemeinde zu dieser europäischen Ehrung. Er betonte die lange Tradition nachhaltigen Bauens in Bayern und die Rolle der Städtebauförderung bei der Unterstützung bayerischer Kommunen in diesem Kontext. Für die Realisierung des Dorfgemeinschaftshauses und des CO2-freien Heizenergienetzes wurden rund 8,5 Millionen Euro bereitgestellt, finanziert durch den Freistaat, den Bund und die Europäische Union.
Herr Bernreiter hob hervor, dass Projekte dieser Art über eine regionale Wirkung hinaus eine europäische Strahlkraft entwickeln. Die Auszeichnung Apfeldorfs reiht sich in eine Serie von Prämierungen bayerischer Projekte im Rahmen des Neuen Europäischen Bauhauses ein. Bereits im Jahr 2021 wurde das Gästehaus RoSana in Rosenheim gewürdigt, gefolgt von München-Neuperlach im Jahr 2022 und Vilsbiburg im Jahr darauf, welches für die nachhaltige und inklusive Gestaltung seines Stadtzentrums Anerkennung fand.
Die wiederholten Auszeichnungen bayerischer Initiativen unterstreichen die innovativen Ansätze und die Qualität der Projekte, die in der Region entwickelt werden und europaweit Beachtung finden. Dies spiegelt sich in den verschiedenen Kategorien der Bauhauspreise wider, die von architektonischer Gestaltung bis hin zu umfassenden Stadtentwicklungskonzepten reichen.













