Die Mainzer ambas Real Estate GmbH verzeichnet im aktuellen Geschäftsjahr eine signifikante Steigerung ihres Transaktionsumsatzes im Bereich Handelsimmobilien. Bereits vier großvolumige Abschlüsse wurden getätigt, womit das Vorjahresergebnis des gesamten Geschäftsjahres übertroffen wurde. Diese Transaktionen umfassen drei Core-Plus-Objekte in den Segmenten Shopping Center und Outlet Malls sowie eine Value-Add-Transaktion bei nahversorgungsorientierten Fachmarktzentren. Die kumulierte Mietfläche dieser Objekte beläuft sich auf 105.000 Quadratmeter. Für das Gesamtjahr 2025 wird eine Fläche von 110.000 Quadratmetern prognostiziert.
Das Unternehmen hat zudem weitere Einzelhandelsflächen von über 200.000 Quadratmetern in der Vermarktung, darunter Shopping Center, Fachmarktzentren und innerstädtische Highstreet-Immobilien. Die bisher abgeschlossenen Transaktionen sind in Deutschland und Südwesteuropa lokalisiert. Das durchschnittliche Transaktionsvolumen liegt bei circa 80 Millionen Euro, wobei die Objekte eine durchschnittliche Vermietungsquote von 98 Prozent aufweisen.
Marktbedingungen und Investorenverhalten
Ein aktuelles Beispiel für die erfolgreiche Tätigkeit von ambas ist der Verkauf des FORUM ALGARVE in Faro, Portugal, dessen Volumen rund 130 Millionen Euro betrug. ambas agierte hierbei als exklusiver Verkaufsberater für Commerz Real. Klaus Mennickheim, Managing Partner bei ambas Real Estate, äußerte sich zu den aktuellen Marktbedingungen, indem er das anspruchsvolle Marktumfeld hervorhob. Er betonte jedoch eine wieder zunehmende Anzahl von Investoren, die sich konkret mit Zukäufen beschäftigen. Eine steigende Liquidität sei im Markt vorhanden, und erfolgreiche Transaktionen würden sich ergeben, wenn Objektprofil, Preisvorstellung und Käufergruppe übereinstimmen würden.
Die Nachfrage konzentriert sich nach Angaben von ambas nicht ausschließlich auf ein einzelnes Retail-Segment; vielmehr zieht die Assetklasse der Handelsimmobilien in ihren verschiedenen Teilsegmenten wieder Investoreninteresse an. Allerdings differenzieren sich die Produkte: Ertragsstabile Nahversorgungsobjekte unterscheiden sich hinsichtlich Käuferkreis, Renditeerwartung und Finanzierungskonditionen deutlich von Warenhäusern mit Restrukturierungsbedarf. Shopping Center und Outlet Malls zeigen derweil ähnliche Finanzierungsprofile.
Käuferprofile und Zukunftsaussichten
Für großvolumige Transaktionen in Deutschland trifft ambas aktuell primär auf internationale Käufergruppen aus Europa und Nordamerika. Bevorzugt werden dabei resiliente Cashflow-Objekte mit moderatem Mietwachstumspotenzial sowie preiskorrigierte Immobilienbestände zu attraktiven Einstiegskursen im Vergleich zum vorherigen Marktzyklus. Günter Kaufmann, ebenfalls Managing Partner bei ambas, beobachtet die größte Aktivität im Ticketbereich von 25 bis 100 Millionen Euro. Opportunistische Investorengruppen mit neu aufgelegten Fondsvehikeln beschäftigen sich in diesem Segment auch mit größeren Retail-Transaktionen, sowohl bei Einzelobjekten als auch bei Portfolios. Er wies darauf hin, dass die erzielbaren Marktpreise in den kommenden zwölf Monaten das unsichere makroökonomische Umfeld sowie das gestiegene Zinsniveau reflektieren müssen.
Für die kommende EXPO REAL erwartet ambas ein hohes Gesprächsinteresse. Die Themen Zinsentwicklung, Finanzierbarkeit und Preisfindung bleiben dabei zentral. Gleichzeitig werden vermehrt konkrete Ankaufsprofile und Objekte diskutiert. Steffen Hofmann, Gründer von ambas, äußerte, dass auf der EXPO in diesem Jahr deutlich mehr über konkrete Transaktionen gesprochen werde. Die Diskussion, wann der Immobilientransaktionsmarkt als Ganzes wieder anspringe, habe sich weiterentwickelt. Dies bedeute zwar nicht, dass alle Prozesse einfach verliefen, jedoch sei die Bereitschaft, sich mit interessanten Opportunitäten ernsthaft auseinanderzusetzen und Transaktionen umzusetzen, wieder stärker ausgeprägt.














