Seit der Gründung im Jahr 1988 verfolgt die Hotelgruppe Aman ein Geschäftsmodell, das auf außergewöhnliche Lagen und strikte Exklusivität ausgerichtet ist. Das internationale Portfolio der Marke umfasst gegenwärtig 36 Standorte weltweit. Ein wesentliches Merkmal dieser Immobilienstrategie ist die unmittelbare Nähe zu historisch bedeutsamen Arealen: Insgesamt 14 Häuser der Gruppe grenzen direkt an UNESCO-geschützte Welterbestätten an. Neben der baulichen Positionierung setzt das Unternehmen auf geschützte Zugänge zu Kulturgütern, die regulären Besuchern verschlossen bleiben.
Standortpräsenz und Kooperationen in Indonesien
In Indonesien spiegelt sich dieses Standortkonzept in mehreren Enklaven wider. Auf Bali betreibt Aman unter anderem das Resort Amandari nahe Ubud. Das Haus bietet Gästen vor den regulären Öffnungszeiten Zutritt zum Wassertempel Tirta Empul, einem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Ergänzt wird die lokale Verankerung durch Kooperationen vor Ort, wie den Zugang zum Privathaus des renommierten Wissenschaftlers und Künstlers Professor I Made Bandem im Dorf Singapadu, wo traditionelle Musikformen wie Gender Wayang oder Selonding vermittelt werden.
An der Ostküste Balis liegt das Amankila oberhalb der Lombokstraße. In Zusammenarbeit mit der königlichen Familie von Karangasem ermöglicht das Haus ab 17 Uhr beziehungsweise ab 19 Uhr die exklusive Nutzung des rund 30 Fahrminuten entfernten Ujung Water Palace für private Abendveranstaltungen. Östlich von Bali betreibt die Gruppe mit dem Amanwana ein Zeltresort auf der abgelegenen Insel Moyo. Die Anlage befindet sich in einem geschützten Naturreservat an der Floressee und bindet Naturdenkmäler wie den Mata-Jitu-Wasserfall in ihr Programm ein.
Auf der Insel Java ergänzt das im kulturellen Zentrum gelegene Amanjiwo das Portfolio. Auf dem Resortgelände wurde mit dem Bereich Sasanatama eine eigene Anlage errichtet, die dem traditionellen javanischen Bogenschießen Jemparingan im Gaya-Mataram-Stil gewidmet ist. Dieser zeremonielle Stil war historisch ausschließlich königlichen Palästen vorbehalten; Amanjiwo stellt den einzigen Standort außerhalb dieser Palastmauern dar, an dem diese Tradition praktiziert wird.
Strategische Liegenschaften in Südostasien
Auch im kambodschanischen Markt zeigt sich die konsequente Ausrichtung an geschützten Denkmalzonen. Das Resort Amansara liegt rund zehn Fahrminuten vom Tempelkomplex Angkor entfernt. Hotelgäste erhalten hier die Möglichkeit, die archäologischen Stätten des ehemaligen Khmer-Reiches frühmorgens ab 4.30 Uhr vor dem regulären Besuchsbetrieb zu besichtigen. Die Kombination aus historischer Lagequalität und institutioneller Vernetzung bildet das Fundament für die Positionierung der Marke im obersten Segment der internationalen Hospitality-Immobilien.














