Die Alpiq AG, ein Energieunternehmen aus der Schweiz, hat die zur ECO STOR GmbH gehörende Projektgesellschaft ECO POWER ONE GmbH übernommen. Diese Transaktion umfasst den Batteriespeicher Bollingstedt. Die technische Betriebsführung der Anlage verbleibt weiterhin in der Verantwortung von ECO STOR. Beide Parteien haben sich über die Details des Kaufpreises zu Stillschweigen verpflichtet.
Der Batteriespeicher in Bollingstedt wurde seit seiner Inbetriebnahme im Juni 2025 als richtungsweisendes Großspeicherprojekt in Deutschland betrachtet. Die Anlage demonstriert die wirtschaftliche, netzdienliche und transparente Betriebsweise von Batteriespeichern. ECO STOR entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber SH Netz eines der ersten Flexible Connection Agreements (FCA) für Batteriespeicher in Deutschland an diesem Standort. Zusätzlich wurden zentrale Betriebsdaten des Großspeichers über ein öffentlich zugängliches Dashboard transparent gemacht, wodurch neue Standards für Nachvollziehbarkeit im Speicherbetrieb etabliert wurden.
Bedeutung für den Speichermarkt
Die Transaktion gilt aus Sicht von ECO STOR als Indikator für die zunehmende Reife des deutschen Speichermarktes und das Vertrauen internationaler Investoren in moderne Batteriespeichertechnologien. Jörn Rohland, CFO von ECO STOR, äußerte sich, dass Alpiq mit Bollingstedt in ein Projekt investiere, welches neue Maßstäbe in Bezug auf Netzintegration, Betrieb und Transparenz gesetzt habe. Er betonte, dass die bewusste Entscheidung eines internationalen Energieunternehmens für diesen Batteriespeicher den Ansatz von ECO STOR bestätige und aufzeige, dass Qualität, Erfahrung und innovative Betriebskonzepte im Markt erfolgreich seien.
Für ECO STOR unterstreicht diese Übernahme, dass die Bewertung professionell entwickelter Batteriespeicher nicht mehr ausschließlich auf deren installierte Leistung basiert. Vielmehr sind belastbare Betriebs- und Vermarktungskonzepte, eine intelligente Einbindung in das Stromsystem sowie die Fähigkeit zur Verknüpfung wirtschaftlicher und netzdienlicher Anforderungen entscheidend. Herr Rohland führte weiter aus, dass Bollingstedt belege, dass Planbarkeit und Netzdienlichkeit keine Gegensätze darstellen. Er hob hervor, dass das Flexible Connection Agreement einen verlässlichen Rahmen für den Speicherbetrieb schaffe und demonstriere, dass innovative Lösungen wirtschaftlich tragfähig sein können. Die Überzeugung eines Unternehmens wie Alpiq von diesen Qualitäten sei ein relevantes Signal für den Speicherhochlauf in Deutschland und verdeutliche, dass Netzdienlichkeit und Investitionsfähigkeit korrelieren können.
Kontinuität und Ausblick
ECO STOR wird den Batteriespeicher auch künftig technisch und operativ betreiben, wobei die Verantwortung für den sicheren und netzdienlichen Betrieb beim Unternehmen verbleibt. Die dabei gesammelten Erfahrungen werden kontinuierlich in die Entwicklung zukünftiger Großspeicherprojekte integriert. Laut Jörn Rohland zielt ECO STOR darauf ab, den Speicherhochlauf in Deutschland zu beschleunigen. Jede erfolgreiche Anlage schaffe Vertrauen, und jede erfolgreiche Transaktion mobilisiere Kapital für neue Projekte, um schrittweise die notwendige Speicherinfrastruktur für ein sicheres, resilientes und klimaneutrales Energiesystem in Deutschland zu schaffen.
Die Übernahme baut auf einer bereits bestehenden Kooperation zwischen Alpiq und ECO STOR auf. Ende 2025 hatten beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit im Kontext eines Tolling-Vertrags für den Batteriespeicher Schuby bekannt gegeben. Mit dem Erwerb des Bollingstedter Speichers wird diese bestehende Partnerschaft weiter ausgebaut. Die Transaktion wurde auf Seiten von ECO STOR durch Société Générale als Financial Advisor begleitet. Die rechtliche Beratung erfolgte durch die Kanzlei CMS.














