Während die Vermietungsaktivitäten bei Alexandria Real Estate Equities spürbar anziehen, steht der US-amerikanische Real Estate Investment Trust weiterhin unter erheblichem finanziellem Druck. Das auf Labore und Life-Sciences-Immobilien spezialisierte Unternehmen verzeichnete für das dritte Quartal 2026 einen Nettoverlust von 638,5 Millionen Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 234,9 Millionen Dollar betragen, wie die Unternehmensführung im Rahmen der jüngsten Bilanzkonferenz mitteilte.
Auch die operative Ertragskraft ging im Vorjahresvergleich zurück. Die Funds from Operations (FFO) beliefen sich im abgelaufenen Quartal auf 264,4 Millionen Dollar, nach 296 Millionen Dollar im zweiten Quartal und 377,8 Millionen Dollar im dritten Quartal 2025. Der Quartalsumsatz legte im Vergleich zu den 662,7 Millionen Dollar des Vorquartals moderat auf 671 Millionen Dollar zu, lag jedoch unter dem Wert von 751,9 Millionen Dollar aus dem Vorjahreszeitraum.
Bonitätsstarke Mieterstruktur und Verkäufe im Bestand
Joel Marcus, Gründer und Executive Chairman von Alexandria, verwies während der Analystenkonferenz darauf, dass das Unternehmen ungeachtet der aktuellen Marktschwäche von einem stabilen Nutzerkreis getragen werde. Rund 57 Prozent der jährlichen Mieteinnahmen stammen von Unternehmen mit Investment-Grade-Rating oder von großen börsennotierten Konzernen. Gleichzeitig treibt das Management unter CEO Peter Moglia den Portfolioabbau voran: Im dritten Quartal veräußerte die Gesellschaft Immobilien im Wert von 234 Millionen Dollar.
Zusätzlich befindet sich das Objekt 421 Park Drive, ein Bestandteil des Alexandria Center for Life Science – Fenway Megacampus in Boston, für rund 136 Millionen Dollar unter Verkaufsvertrag. Angaben zum potenziellen Käufer wurden bisher nicht veröffentlicht.
Flächennachfrage steigt vor anstehenden Vertragslaufzeiten
Auf operativer Ebene meldete der REIT eine Vermietungsquote von 87,1 Prozent für seine Bestandsimmobilien. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen Neuvermietungen über 1,2 Millionen Quadratfuß. Dieses Volumen übertrifft den Schnitt der vorangegangenen sechs Quartale von 979.822 Quadratfuß deutlich.
Allerdings stehen dem Konzern im Jahr 2027 erhebliche Herausforderungen bevor. Mietverträge über bis zu 1,4 Millionen Quadratfuß laufen aus, was jährlichen Mieteinnahmen von geschätzten 100,5 Millionen Dollar entspricht. Für die Nachvermietung dieser Flächen wird mit Leerstandszeiten von neun bis 24 Monaten gerechnet. Die anhaltenden Ergebnisbelastungen führt die Führung auf ein massives Überangebot an Laborflächen nach dem pandemiebedingten Bauboom sowie auf deutliche Kürzungen bei Fördergeldern für die wissenschaftliche Forschung unter der zweiten Regierung von Donald Trump zurück.














