Die AIF Capital Group hat für ihren neuen Spezial-AIF mit dem Namen „Mobilitätsfonds Europa“ die behördliche Vertriebszulassung erhalten. Dieser inländische Fonds konzentriert sich auf Investitionen in sogenannte Mobility Hubs, die sich in wirtschaftsstarken Metropolregionen innerhalb Europas befinden. Das Angebot richtet sich explizit an semi-professionelle und professionelle Anleger. Die Investitionsstrategie des Fonds kombiniert Core- und Core-Plus-Anlagen mit selektiven Value-Add-Potenzialen, um Wertschöpfung zu generieren.
Für den Fonds ist ein Eigenkapitalvolumen von 150 Millionen Euro vorgesehen. Die geografische Ausrichtung umfasst die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), Skandinavien, Großbritannien, die Benelux-Staaten sowie West- und Südeuropa. Im Zentrum der Anlagestrategie steht Parkinfrastruktur an hochfrequentierten Standorten mit einer nachweislich hohen Parknachfrage. Diese Objekte sollen das Potenzial bieten, sich langfristig zu multifunktionalen Mobility Hubs weiterentwickeln zu lassen. Der Fokus liegt dabei nicht allein auf traditionellen Pkw-Stellplätzen, sondern auf einer Erweiterung um zusätzliche Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen.
Merkmale und Entwicklung von Mobility Hubs
Mobility Hubs zeichnen sich durch ein breites Spektrum an Angeboten aus. Hierzu gehören beispielsweise Fahrradstellplätze, E-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Sharing-Angebote für E-Scooter, Fahrräder und Pkw sowie Lösungen im Bereich der Letzte-Meile-Logistik, die für den Onlinehandel relevant sind. Thomas Häbich, Geschäftsführer der AIF Capital Group, betont, dass die Nachfrage nach Parkinfrastruktur kontinuierlich steigt. Er weist darauf hin, dass einer wachsenden Anzahl von Pkw EU-weit eine abnehmende Zahl öffentlicher Stellplätze in den Metropolen gegenübersteht. Multifunktionale Mobility Hubs werden in diesem Kontext als wesentlicher Baustein für die Reduzierung der Verkehrsbelastung und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in urbanen Zentren angesehen.
Die zusätzliche Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten solcher Hubs stärken nach Aussage von Herrn Häbich die Resilienz dieser Assetklasse. Heiko Szczodrowski, ebenfalls Vorstand der AIF Capital Group, ergänzt, dass sich Mobility Hubs, insbesondere an infrastrukturellen Knotenpunkten, als zukunftsfähig und krisenresistent etabliert haben. Er sieht in ihnen langfristig gesicherte Erträge sowie eine nachhaltige Wertstabilität für Investoren gegeben.
Strategische Einordnung und Nachhaltigkeitsaspekte
Mit dem „Mobilitätsfonds Europa“ expandiert die AIF Capital Group ihre europäische Wachstumsstrategie im Segment der Parkinfrastruktur. Das Portfolio der Gruppe umfasst bereits Assets in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien und Finnland. Die Genehmigung des neuen Fonds erfolgte durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als inländischer Spezial-AIF. Der Fonds ist als Artikel-8-Fonds klassifiziert, was bedeutet, dass er ökologische und soziale Merkmale in seine Anlagestrategie integriert. Zudem kann er als Infrastrukturinvestment eingestuft werden.














