Die ABG Frankfurt Holding und das Projektentwicklungs- und Bauunternehmen Ten Brinke haben mit der Realisierung eines neuen Wohnquartiers in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main begonnen. Auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs, unmittelbar am barrierefrei ausgebauten Bahnhof gelegen, entstehen an der Adresse Am Zollstock bis voraussichtlich Herbst 2028 insgesamt 98 Mietwohnungen.
Die Planung sieht sechs Mehrfamilienhäuser mit zwei bis drei Vollgeschossen und jeweils einem Staffelgeschoss vor. Das Projekt kombiniert geförderten und freifinanzierten Wohnungsbau: 25 Einheiten werden öffentlich gefördert, während 73 Wohnungen freifinanziert am Markt angeboten werden. Das Spektrum reicht von kompakten Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu familiengerechten Vier-Zimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen etwa 43 und 97 Quadratmetern.
Offizieller Baustart und partnerschaftliche Umsetzung
Den offiziellen Baubeginn feierten die Beteiligten am 29. Oktober vor Ort. Friedrichsdorfs Bürgermeister Lars Keitel erklärte, dass die Stadt durch das Projekt dringend benötigten Wohnraum an einem verkehrstechnisch hervorragend angebundenen Standort gewinne und eine brachliegende Fläche städtebaulich aufgewertet werde. Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding, betonte das Bestreben, langfristig bezahlbaren sowie architektonisch anspruchsvollen Wohnraum auch über die Frankfurter Stadtgrenzen hinaus für breite Schichten bereitzustellen.
Das Vorhaben wird von Ten Brinke von der Entwicklung bis zur schlüsselfertigen Erstellung umgesetzt, wie die Frankfurter Niederlassungsleiter Julia Schönhals und Sören Ollesch unterstrichen. Nach Fertigstellung des Quartiers übernimmt die ABG Frankfurt Holding die Liegenschaft in ihren eigenen Bestand, um die Einheiten dauerhaft zu bewirtschaften.
Klimaschonende Bauweise und Begrünungskonzept
Das städtebauliche Konzept zielt auf eine deutliche Entsiegelung des vormals bahnbetrieblich genutzten Geländes ab. Den Kern der Anlage bildet ein begrünter Innenhof mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen. Ergänzend sieht die Planung folgende ökologische Maßnahmen vor:
- —Anlage von rund 1.620 Quadratmetern Grünflächen sowie extensive Dachbegrünungen
- —Einsatz versickerungsfähiger Bodenbeläge zur Minimierung der Versiegelung
- —Begrünte Tiefgarage mit gezielter Retentionsfunktion für die Regenwasserrückhaltung
- —Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung auf den Dachflächen
Auch in energetischer Hinsicht werden anspruchsvolle Vorgaben erfüllt. Sämtliche Gebäude entstehen im Passivhaus- sowie im KfW-40-Standard. Für die Wärmeversorgung sorgen moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen, womit weitestgehend auf den Einsatz fossiler Brennstoffe verzichtet wird.














