Die ABG FRANKFURT HOLDING, der Wohnungsbau- und Immobilienkonzern der Stadt Frankfurt am Main, hat ihren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht und eine positive Bilanz gezogen. Trotz anhaltend hoher Baupreise konnte das Unternehmen den eigenen Wohnungsbestand auf 55.317 Wohneinheiten erweitern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 406 neue Mietwohnungen fertiggestellt, wobei rund 47 Prozent davon geförderter Natur waren. Neben dem Neubau erfolgten umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen.
Der Konzernjahresüberschuss erreichte mit rund 82,5 Millionen Euro ein stabiles Niveau, welches die Grundlage für kontinuierliche Neubautätigkeiten bildet. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stieg auf 44,7 Prozent, ein bisheriger Höchstwert, der eine wesentliche Basis für finanzielle Stabilität und zukünftige Investitionen darstellt. Für die Jahre 2026 bis 2030 plant die ABG ein Investitionsvolumen von rund 2,4 Milliarden Euro. Dieses Budget umfasst neben Neubau- und Bauträgermaßnahmen auch umfassende Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben.
Fokus auf bezahlbaren Wohnraum und Nachhaltigkeit
Mit dem geplanten Investitionsvolumen sollen über 3.700 neue Mietwohnungen realisiert werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der ABG, Oberbürgermeister Mike Josef, betonte, die ABG leiste einen sozial- und wirtschaftspolitisch wichtigen Beitrag für die Stadt Frankfurt und biete rund 130.000 Menschen sichere Wohnperspektiven. Er hob hervor, dass die Stadt Frankfurt mit der Anpassung der Fördermittel für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen wesentlich zur Entstehung neuen Wohnraums beigetragen habe.
Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, erläuterte, dass die Fertigstellung von über 3.700 Wohnungen geplant sei und die Planung beziehungsweise der Bau von mehr als 2.000 weiteren Wohnungen beginne. Er verwies jedoch darauf, dass Bauvorhaben von einer Verbesserung der Baupreis- und Zinsentwicklung sowie staatlichen Förderbedingungen abhängig sind. Eine verlässliche Förderkulisse sei eine Grundvoraussetzung, um bezahlbare Mieten und hohe Energieeffizienz im Wohnungsneubau zu gewährleisten. Der Konzernjahresüberschuss wird, abzüglich einer Gewinnausschüttung von rund 10 Millionen Euro an die Stadt Frankfurt, vollständig in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau reinvestiert.
Energetische Modernisierung und grüne Technologien
Im Jahr 2025 wurden erstmals über 160 Millionen Euro in die Modernisierung und Pflege des Wohnungsbestands sowie in die Vorbereitungen für die Wärmewende investiert, um die CO2-Reduktion im Gebäudebestand zu intensivieren. Hierzu zählt die Anbindung weiterer Wohneinheiten an die Fernwärme. Bis zum Jahr 2045 sollen zusätzlich zu den bereits 15.000 versorgten Wohneinheiten mindestens 10.000 weitere Wohneinheiten an die Fernwärme angeschlossen werden.
- —Freiwillige Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts nach VSME-Standard für 2025.
- —Ausbau von Photovoltaik-Anlagen: 2,07 Megawatt (peak) Leistung wurden 2025 neu installiert.
- —Rund 41.700 Photovoltaik-Module auf ABG-Dächern, die rechnerisch fast 5.000 Haushalte versorgen können.
- —Integration von ESG-Themen in die Geschäftsstrategie, mit Fokus auf Klimastrategie und CO2-Minderungsplan.
Die ABG hat zudem ihre Ziele beim Ausbau von Photovoltaik-Anlagen erneut übertroffen und plant, gemeinsam mit Mainova, jährlich eine zusätzliche Leistung von bis zu 1,5 Megawatt (peak) auf den Dachflächen des ABG-Gebäudeportfolios zu installieren. Der Nachhaltigkeitsbericht nach dem VSME-Standard, welcher 2025 erstmals freiwillig veröffentlicht wurde, gliedert sich in Handlungsfelder zur Integration von ESG-Themen in die Geschäftsstrategie und bildet eine zentrale Komponente für die Klimaziele des Unternehmens.














