Auf dem ehemaligen Hutchinson-Areal im Aachener Stadtteil Rothe Erde entsteht ein neues Wohnprojekt, dessen Umsetzung die Landmarken Group der Firma GROPYUS anvertraut hat. Das Vorhaben umfasst die Planung von 120 bis 150 Wohneinheiten auf einer Bruttogeschossfläche von rund 14.200 Quadratmetern. Ein substanzieller Anteil von 50 Prozent des entstehenden Wohnraums wird öffentlich gefördert sein. Dieses Projekt stellt für die Landmarken Group die erste Realisierung eines Wohnkomplexes in Holzbauweise dar.
Das Bauvorhaben demonstriert die Integration seriellen Bauens mit anspruchsvollen städtebaulichen Anforderungen. GROPYUS verfolgt dabei einen Ansatz, der individuelle Gebäudekonfigurationen sowie nicht-rechtwinklige Grundrisse ermöglicht und auf maximale Grundstückseffizienz abzielt. Gleichzeitig sind die Planungs- und Fertigungsprozesse standardisiert. Dieser Ansatz ermöglicht es, die spezifischen Anforderungen des Standorts präzise aufzunehmen und gleichzeitig eine industrielle Umsetzung zu gewährleisten.
Struktur des Wohnangebots und soziale Komponenten
Vorgesehen sind rund 50 größere Familienwohnungen sowie bis zu 100 Ein- und Zweizimmerapartments. Die Gestaltung dieser kleineren Einheiten ist auf Flexibilität ausgelegt, sodass sie bei Bedarf zu einem späteren Planungszeitpunkt zu Dreizimmerwohnungen zusammengelegt werden können. Ingo Grube, Projektleiter bei Landmarken, hebt die Besonderheit hervor, ein Holzbauprojekt mit einem Anteil von circa 50 Prozent gefördertem Wohnraum und zusätzlichen sozialen Bausteinen zu initiieren.
Das Konzept geht über die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und andere Zielgruppen hinaus. Es integriert ein soziales Angebot, das eine von der AWO betriebene Seniorentagespflege sowie ein Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle für den gesamten Stadtteil vorsieht. Philipp Erler, CEO von GROPYUS, unterstreicht die Vielfalt des Wohnungsbauprojekts in industrieller Holzbauweise in Aachen. Er betont, dass dieses gemeinsame Vorhaben exemplarisch aufzeigen werde, wie sich geförderter Wohnraum seriell und effizient realisieren lässt. Der digitale Ansatz von GROPYUS, der Planung, Fertigung und Montage verbindet, schaffe verlässliche Abläufe und ermögliche eine wirtschaftliche Umsetzung bei gleichzeitig hoher Qualität.
Das frühere Werksgelände im industriell geprägten Stadtteil Rothe Erde, auf dem einst Gummidichtungen für die Automobilindustrie produziert wurden, wird gemäß einem städtebaulichen Entwurf des Kölner Architekten Pablo Molestina in ein gemischtes Quartier umgewandelt. Neben der Wohnnutzung, die an die bestehenden Viertel entlang der Zeppelinstraße und des Freunder Wegs anschließt, werden auch gewerbliche Flächen und nachhaltige Räume für urbane Produktion geschaffen. Sportangebote komplettieren das Quartierskonzept. Der Baubeginn ist für Ende 2027 avisiert.














